DJK-Triathleten mit Saisonbestleistung

Zell/Mosel.Auch beim dritten Liga-Wettkampf der 2. RLP-Liga konnten die Andernacher Triathleten rund um „Capitano“ Uwe Hartmann wieder überzeugen. Bei hochsommerlichen Temperaturen reisten die DJK-Triathleten mit einem erfahrenen Team ergänzt durch den „Newcomer“ Ruben Auer an die Mosel. Diesmal galt es eine olympische Distanz über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und abschließendb gut 10 Kilometer laufend zu absolvieren.

Den Auftakt bildet hierbei das Schwimmen in der Mosel. Dies ist immer wieder ein besonderes Erlebnis, zumal es die Strömung zu beachten gilt, weswegen die Strecke auch auf gut zwei Kilometer „angepasst“ wurde.

Anlässlich der Athleten-Besprechung durch den Veranstalter wurde aufgrund der stärkeren Strömung in der Mitte der Mosel darauf hingewiesen, am besten dort zu schwimmen und nicht den kürzestem Weg entlang einer langen Linkskurve am Ufer zu nehmen.

Der erfahrene Holger Nickolaus hatte sich jedoch die Mosel genauer angesehen und bemerkt, dass am Wettkampftag die Strömung insgesamt doch eher gering ausfiel. Somit nutzte er als einziger Athlet nach dem Startschuss den Weg links in Ufernähe und konnte damit in der Linkskurve eine deutliche Wegverkürzung für sich verbuchen. Trotzdem marginal stärker und Strömung in der Flussmitte schaffte es Holger, seinen direkten Konkurrenten gut eine Minute abzunehmen. Freudestrahlend stellte er dies auch beim Ausstieg nach tollen 29 Minuten fest und stürmte in die erste Wechselzone. Dort hatte er ähnlich wie in Baumholder wieder Probleme mit seinem Transponder-Chip und musste diesen beim Ausziehen des Neoprens zuerst ablegen.

Beim Verlassen der Wechselzone stellte er jedoch fest, dass er seinen Transponder vergessen hatte. So spurtete Holger zurück und machte sich dann auf die zweimal zu fahrende knapp 20 Kilometer lange Rad-Runde.

Überrascht hatte der schwimmstarke Uwe feststellen müssen, dass Holger aufgrund seiner „geschickten Streckenwahl“ schon vor ihm die Wechselzone verlassen hatte, aber auch er konnte eine sehr gute Zeit von 30 Minuten für sich verbuchen. Nach einem zügigen Wechsel „ohne Malheur“ konnte er die Verfolgung von Holger aufnehmen.

Insbesondere der „Oldie“ Markus Bielen konnte mit 33 Minuten überzeugen und machte sich auf die „Jagd“ seiner beiden Teamkameraden. Als letzter der DJKler rundete Ruben – mit für ihn sehr guten 34 Minuten – das positive Gesamtbild in der ersten Disziplin ab und stürmte auch mit seiner Zeitfahr-Maschine auf die Radstrecke. Auf dieser galt es zweimal den so genannten „Monte Barlo“, einen „fiesen“ ca. 2 Kilometer langen Anstieg zu erklimmen: „Oben angekommen musste man quasi direkt wenden und diesen mit Höchstgeschwindigkeit hinunterfahren.“

Genau nach der ersten Runde waren Ruben und Markus auf den sich mit allen Kräften wehrenden Holger „aufgefahren“ und radelten kurzzeitig im „Formationsflug bei Tempo 40“ entlang des flachen Moselufers.

In der zweiten Radrunde konnte sich Ruben von seinen Teamkameraden absetzen und erreichte mit einer sensationellen 1:05h, was einem 35kn/H-Schnitt entspricht, die 2. Wechselzone. Dicht gefolgt von Markus Bielen, der mit einer sehr guten 1:08h ebenfalls in aussichtsreicher Position die abschließenden gut 10 Kilometer beginnen konnte.

Holger (Bikesplit 1:13h) folgte mit geringem Abstand. Einige Minuten später reihte sich Uwe in aussichtsreicher Position ein.

Die DJKler konnten die Laufstrecke mit sehr guten Zeiten bewältigen: Vorne machte der Ruben die „Pace“ und stürmte mit sehr guten 44 Minuten auf den 10,7 Kilometer über die Ziellinie, die er nach sensationellen 2:28 Stunden erreichte.

Bereits vier Minuten nach ihm erreichte auch Markus Bielen mit einem sehr guten „48min-Laufsplit“ die Ziellinie mit 2:32 Stunden. Holger Nickolaus folgte mit schnellen 2:40 Stunden, Uwe erreichte auch noch unter der „3h-Schallmauer“ das Ziel (2:57h).

Diese tolle Teamleistung bedeutete zugleich einen starken 6. Platz der Tageswertung – Saisonbestleistung für die DJKler!

Auch die Einzelplatzierungen in der 2. RLP-Wertung können sich sehen lassen; Ruben 3. AK25, Markus Bielen sensationell 1. AK 50, Holger Nickolaus toller 3. AK 50 und Uwe Hartmann 9. AK45.

Durch diese Saisonbestleistung konnten sich die DJK-Triathleten auf einen sensationellen 9. Platz in der Liga-Gesamtwertung vorschieben.

Begleitet wurden die vier von ihrem Teamkameraden Björn Besse, der über die Sprint-Distanz mächtig auftrumpfte und mit famosen Einzelzeiten und einer Gesamtzeit von 1:16 Stunden einen sensationellen zweiten Gesamtplatz in der AK35 erreichte.

Im Ziel beglückwünschten sich die fünf DJKler zu ihren tollen Ergebnissen und „Capitano“ stieß sogar mit einem Gläschen Moselwein an. Gut gelaunt konnten die Andernacher dann ihre Heimreise antreten.

Der nächste Liga-Wettkampf findet in wenigen Wochen in Worms über die Sprint-Distanz statt.

Zwei Väter, zwei Tage, zwei Wettkämpfe

Saalfelden/Großglockner.Die beiden nickenicher Familienväter, Björn Besse und Daniel Kistner nahmen sich rund um den Vatertag eine kleine „Familien-Auszeit“ und starteten ein sportliches Väter-Wochenende.

Vor kurzem starten beide beim TRImotion 55.5 Triathlon in Saalfelden am steinernen Meer. Hierbei waren die Distanzen 500 m Schwimmen, 55 bergige Rad-Kilometer und abschließend 5 km laufend zu bewältigen.

Der Triathlon startete im 16 Grad kühlen Ritzensee. Daniel und Björn absolvierten die 500 m routiniert und starteten nach Verlassen der Wechselzone auf ihren Fahrrädern richtig durch. Die anspruchsvoller, landschaftlich wundervolle 50km Rad-Strecke verlangte hierbei, bei besten äußeren Bedingungen, den Athleten alles ab. Daniel und Björn arbeiteten sich sukzessive immer weiter nach vorne und brachten sich für den abschließenden Lauf in eine aussichtsreiche Position. Daniel ließ es auf den letzten fünf km durch den wunderschönen Kollingwald noch einmal „richtig krachen“ und auch Björn wusste läuferisch zu überzeugen. Mit Gesamtzeiten von 2:00h (Daniel) und 2:08h (Björn) erreichten beide freudestrahlend das Ziel. Daniel als sensationeller 3. AK und Björn als sehr guter 8. AK.

Die beiden genossen dann den Samstag etwas ruhiger, wohl wissend, dass schon am nächsten Tag einige „alpine Höhenmeter“ auf sie warteten.

Am Folgetag starteten beide beim „GlocknerKönig Ultra“: Hierbei handelt es sich um ein Bergzeitfahren, welches auf der hochalpinen Großglockner Alpenstraße stattfindet, die für den öffentlichen Verkehr komplett gesperrt ist. Das Besondere hierbei ist, dass auf gerade einmal 29km immerhin 1.800 Höhenmeter zu bewältigen sind. Es geht quasi ständig bergauf und das teilweise mit bis zu 14 Prozent.

Trotz der Vorbelastung am Vortag konnten Daniel und Björn auch hier tolle Leistungen erzielen; sie kämpften sich die Serpentinen hinauf bis zur Edelweißspitze, dem höchsten, offiziell zu befahrenden Alpenpass mit 2572m. Trotz der immer dünner werdender Luft, schaffen es beide, mit tollen Zeiten zu finishen. Daniel mit hervorragenden 2:02h und Björn mit tollen 2:09h erreichten wieder fordere Altersklassen-Plätze.

Nach dieser doppelten Anstrengung , jeder Menge Spaß, bestem Wetter und atemraubenden Naturkulissen, ließen beide das Wochenende gemütlich ausklingen und konnten, bestens gelaunt, am Folgetag die Heimreise zu ihren Familien antreten.

Für beide hatte sich der Abstecher in die Alpen mehr als gelohnt.

Chris Kaiser „Kopf an Kopf“ mit Jan Frodeno

Der Andernacher DJK-Athlet Christian Kaiser ließ es sich auch dieses Jahr nicht nehmen, seine Triathlon-Saison mit dem Ironman70.3 im Kraichgau zu starten. Das „Land der 1000 Hügel“ bietet hierbei hervorragende Rahmenbedingungen für den „Ausdauerdreikampf“.

Zum einen gefällt der Hardtsee, welcher mit seinem kristallklarem Wasser eine optimale Location für die 1.900 m Schwimmen bietet. Des Weiteren können sich die Athleten auf den 90 Radkilometern, gefahren in einer großen Schleife durch den wunderschönen Kraichgau, mit über 1.000 Höhenmetern ordentlich austoben. Abschließend müssen die Triathleten einen Halbmarathon absolvieren. Durch die kühlen Witterungsbedingungen im Mai, war der Hardtsee in der Wettkampfwoche gerade einmal auf ca. 17/18° erwärmt. Dies führte bei vielen Athleten dazu, dass man sich viele Gedanken hinsichtlich einer guten Wärmeisolation im Rahmen der Schwimmdisziplin machen musste. Nicht wenige der Athleten legten sich extra dicke Neopren-Badekappen zu, um ein Auskühlen des Kopfes zu verhindern. Auch Christian Kaiser, der im Rahmen seiner akribischen Vorbereitung noch einmal ein paar Prozent Körperfett verloren hatte und mittlerweile einen ähnlich geringen Körperfettanteil wie die Profi-Athleten aufweist, machte sich hierzu seine Gedanken, denn mit geringerem Körperfettanteil steigt die Kälteempfindlichkeit der Athleten. Am Wettkampfmorgen begrüßte aber die strahlende Sonne mit Temperaturen von bis zu 30° die Athleten. Auch war das Wasser in den zwei Tagen vor dem Wettkampf noch einmal deutlich aufgewärmt worden, sodass sich die Auftaktdisziplin doch nicht ganz so schwierig gestaltete. Christian Kaiser konnte hierbei trotz etwas Trainingsrückstand im Schwimmen eine sehr gute Zeit von 31:59 min an den Tag legen, was ihm eine gute Ausgangsposition für das weitere Rennen bescherte.

Er wechselte routiniert auf seine „Zeitfahrmaschine“ und startete eine rasante Aufholjagd. Hierbei achtete er genau auf die von ihm ermittelten Wattvorgaben, welche dazu führten, dass er sich sein Rennen extrem gut einteilen konnte. Gleichzeitig achtet er auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Aufnahme von Mineralien und Salz, da der Körper durch das Schwitzen nicht nur Flüssigkeit, sondern eben auch Mineralien verliert. Chris schaffte es auf der sehr anspruchsvollen Radstrecke einen Schnitt von deutlich über 35km/h zu erzielen und konnte hierbei viele Konkurrenten hinter sich lassen.

Bereits nach gut 2:33h erreichte er die zweite Wechselzone, schlüpfte in seine Laufschuhe und lief wie entfesselt los. Hierbei galt es auf einer leicht welligen Laufstrecke drei Runden zu absolvieren. Die Sonne brannte nun erbarmungslos auf die Athleten nieder, die 30°-Marke wurde locker „geknackt“. Somit war auch auf der Laufstrecke neben der Flüssigkeitsaufnahme auch ein Kühlen des Körpers zu beachten.

Dies erledigte Christian Kaiser routiniert und hatte zudem in seiner zweiten Laufrunde das Vergnügen kurzzeitig „Kopf an Kopf“ neben Weltklasse-Triathlet Jan Frodeno, der das Rennen als Gesamtsieger überlegen beendete, laufen zu dürfen.

Chris Kaiser beschrieb die Situation wie folgt: „Ich selbst war mit einem Tempo von knapp unter 4 Minuten pro Kilometer unterwegs, aber als Jan Frodeno, der derzeit wohl beste und kompletteste Triathlet, an mir vorbeilief, dachte ich, dass ich selbst „stehen“ würde. Absolut beeindruckend!“

Christian konzentrierte sich aber weiterhin darauf, sein eigenes, hohes Lauftempo aufrecht zu halten. Dies gelang ihm in ausgezeichneter Manier. Er überholte zahlreiche weitere Athleten, welche sich das Rennen nicht so gut eingeteilt hatten. Nach formidablen 1:22h und einer Gesamtzeit von 4:33h erreichte Christian als 13. seiner Altersklasse und 53. Gesamt das Ziel, wo er von den Zuschauern frenetisch gefeiert wurde.

Dieses tolle Ergebnis zeigt wieder einmal, das auch im Amateurbereich mit akribischen Training, bei entsprechender Unterstützung durch die Familie, absolute Top-Leistungen möglich sind.

Christian wird sich nun kurzzeitig erholen und sich dann für eine weitere Mitteldistanz am Walchsee/Österreich vorbereiten.